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                                                   20.05.2022 20:42:02

    

 

Ich möchte auf dieser Seite auf Fragen von Teilnehmern eingehen.

1. Welche allgemeinen Wirkungen hat der Sport?

2. Ist der Mensch im hohen Alter trainierbar?

3. Wieviel Bewegung hat eine positive körperliche Wirkung?

1. Welche allgemeinen Wirkungen hat der Sport?

 

Dem Sport werden unterschiedliche positive Wirkungen auf den menschlichen Körper zugesprochen.


 

Der Sport stärkt:

Infekterkrankungen sind nicht so stark,

* ein Langzeiteffekt ist der mildere Verlauf bei Atemwegserkrankungen

* einige Krebserkrankungen treten seltener ein (Brustkrebs, Darmkrebs, 

Prostatakrebs)

Diabetes Typ 2 tritt seltener ein,

* kann die Immunalterung bei älteren Menschen zurückdrehen, indem er die 

Proteine reduziert die das Immunsystem altern lassen

* aktiviert das angeborene Immunsystem 

* verbessert die Hormonbalance, 

* das menschliche Selbstwertgefühl,

* mindert Ängste, 

* wirkt antidepressiv,

* Stimmung aufhellend

* positiven Effekt auf die Knochenfestigkeit

* bei 2 Einheiten in der Woche wurde beobachtet, dass die Sturzhäufigkeit über 50 % sank1

* stärkt die Muskulatur [2]

* kräftige Muskulatur senkt Sterblichkeitsrisiko

* verbessert die Herzgesundheit

* reguliert den Blutzuckerspiegel - Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken wird reduziert

Verletzungsrisiko (Sturzgefahr) wird verringert

* altersbedingte Verlust kognitiver Fähigkeiten wird verringert

* Krafttraining verhindert die Entwicklung von Darmpolypen

* Krafttraining "stille Entzündung" kurzzeitig ansteigend und danach selbstständig senkend

* hormonähnliche Botenstoffe - schüttet der Reiz der Muskulatur aus - dies beeinflusst den Zucker- und Fettstoffwechsel positiv

* moderates Krafttraining senkt Blutdruck und fördert Ruheumsatz (Gewichtsregulation)3

* Arterien, welche höheren Blutdruck ab & an ausgesetzt werden, sind widerstandsfähiger

Metaanalyse unter Wolfgang Kemmler - Osteoporose-Forschungszentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2020 Überblicksstudie mit mehr als 280 000 Menschen 

3 2016 Forschungsarbeit an Universität Saarland

Literatur:

Schneyink, Doris: Ganz schön stark. In: Hirschausens Gesund leben. 2022/02, S.30-40


150-300 Minuten moderater Sport empfiehlt die WHO.

Die Kombination von 150 Minuten Ausdauersport und 75 Minuten Kraftsport senkte das Risiko an schwerer Covid-Verläufe 

um 50 Prozent gegenüber Ausdauersport ohne Krafttraining. Selber das Ausdauertraining allein reduzierte das Risiko schwerer 

Covid-Verläufe um 50%. Bei Kraftsport ohne Kombination mit dem Ausdauersport wurde dieser Effekt nicht beobachtet,

Die körperliche Aktivität trägt bei, Bakterien aus der Lunge & Atemwege zu spülen.

Sport an der frischen Luft unterstützt die Vitamin D-Bildung.

Das körperliche Training verbessert die Fähigkeit natürlicher Killerzellen, infizierte und entartete Zellen zu eliminieren. 

Er wirkt ebenfalls chronischen Entzündungen entgegen.



 

Sportmediziner empfahlen 2015 u.a. Fitnesstraining als eine Sportart, welche Rückenschmerzen senken und vermeiden kann.

Literatur:

Lorenzen, Anna: Immunsystem, endlich stark! In: Spektrum Gesundheit. 2022/02, S.26-33

Jötten, Frederik: Wie Sport dem Immunsystem schaden und nützen kann. In: Spektrum Gesundheit 2022/02

Röcker, Annika: »Der Knochen braucht mechanische Belastung« In: spektrum.de vom 17.3.2022

 

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2. Ist der Mensch in hohem Lebensalter noch trainierbar?

In der Gerontologie treffen wir 3 verschiedene Modelle bezüglich des Alterns vor. Dies sind das Defizitmodel, das Disusmodell und das Kompetenzmodell.

Das tradierte Defizitmodell ging davon aus, dass körperliche Abbauprozesse irreversibel sind.

Das Disusmodell geht davon aus, gebrauche ich körperliche Funktionen so verkümmern sie nicht so schnell. Training erhält somit die körperlichen Funktionen und verringert die Abbauprozesse.

Das Kompetenzmodell besagt, Anforderungen im Alter in Verbindung mit vorhandenen Ressourcen führen zu einer Leistungsverbesserung. Die Konsequenz ist, dass der der Mensch bis ins hohe Alter trainierbar und lernfähig ist. Das Ergebnis der Trainierbarkeit lebenserfahrener Menschen widerspiegelt sich in qualitativen und quantitativen Belegen zu jüngeren Menschen.

Nachgewiesen werden konnten positive Effekte bei 75jährigen Menschen, welche zwischen 2-4 Stunden in der Woche trainieren.

Somit wird nachvollziehbar, dass biologische Alterungsprozesse durch ein gezieltes Training sich aufhalten lassen. Das Nichttraining kann das biologische Altern bis zu 20 Jahren beschleunigen. 50% der im Alterungsprozess beobachteten Leistungseinbußen gehen dabei auf eine jahre- bzw. jahrzehntelange Inaktivität zurück.

Natürlich ist der Trainingseffekt im Alter etwas verringert. Weiterhin hängt dieser von genetischen Faktoren, dem Alter, der Fähigkeiten, dem Leistungsniveau und dem Geschlecht ab.

Eine Studie mit Männern zwischen 73 und 91 Jahren belegten bei einem 18 monatigem begleitetem Training positive Effekte bei der Knochendichte.2


Studie - Osteoporose-Forschungszentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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3. Wieviel Bewegung hat eine positive körperliche Wirkung?

Nachgewiesen wurde, wer sich 30 Minuten milde bewegt kann sein Risiko früher zu sterben bis zu 17 Prozent senken. Für den Alltag ist ein positiver Effekt nachgewiesen, wenn wir uns alle 30 Minuten kurz bewegen und das Sitzen unterbrechen.

Eine Studie (Harvard Universität) an überwiegend älteren Frauen beobachtete, 4400 Schritte pro Tag verringern die Sterblichkeitsrate gegenüber Frauen, welche unter 3000 Schritte gingen. Weiterhin wurde beobachtet, die Sterblichkeitsrate sinkt bis 7500 Schritte am Tag.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 2 mal in der Woche 20-30 Minuten Training der Muskelkraftbei einer Belastung von 50-80 % der Maximalkraft und 2,5 Stunden moderates Ausdauertraining in der Woche.1

1Copenhagener City Heart Studie - 1500 Laufende Menschen im Alter von 20-86 Jahren


Literatur

Schneyink, Doris: Ganz schön stark. In: Hirschausens Gesund leben. 2022/02, 

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